IEC 61482

IEC 61482

Schutz vor den thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens

 

IEC 61482-2: 2009 Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens.

Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens (IEC 61482-2 ist die Nachfolgenorm der CLC TS 50354)

Was beinhaltet diese Norm?

Diese Norm gilt für Kleidung, die Schutz gegen die thermischen Folgen eines elektrischen Lichtbogens bietet. Dieser Schutz kann auf zwei Arten geprüft werden:

 

IEC 61482-1-1: das „Open-Arc-Verfahren“ 

Dieses Testverfahren wird in den USA verwendet. Mit einem Test nach diesem Verfahren erhält man den ATPV-Wert bzw. EBT50. Der ATPV-Wert bemisst sich in cal/cm2, wobei ein 50-%-Schutz gegen Brandwunden zweiten Grades vorhergesagt wird. Je höher der Wert, desto besser ist der Schutz. In Amerika wird für Elektriker ein Mindest-ATPV-Wert von 8 gefordert. Der gemessene ATPV-Wert steht auf dem Norm-Etikett. Die HaVeP® 5safety-Image-Kollektion hat einen ATPV-Wert von 11,5 cal/cm2.

 

IEC 61482-1-2: der BOX-test

In Europa wird die IEC 61482-1-2, der sogenannte Box-Test, verwendet. (Dieses Prüfverfahren ist mit CLC TS 50354 vergleichbar). Beim Box-Test wird ein Kurzschluss verursacht, durch den

eine große Stichflamme entsteht. Der Lichtbogen dauert dabei nicht länger als 500 ms. Die Temperatur auf der Rückseite des Gewebes wird gemessen, um zu bestimmen, ob die Hitze schnell

genug abgeleitet wird. Bei Kleidung der Klasse 1 geschieht dies mit einem Strom von 4kA und bei Klasse 2 mit 7kA. Anhand dieser Daten und einer Stoll-Kurve wird geprüft, wann eine Verbrennung zweiten Grades entsteht. Ferner wird erfasst, ob es zu einem Nachbrennen, einer Lochbildung oder einem Schmelzen des Gewebes kommt.

Außer dem Gewebe wird auch eine Jacke der Prüfung unterzogen. Dabei wird kein energetischer Wert bestimmt, sondern die Jacke wird, nachdem sie einem Lichtbogen ausgesetzt wurde, auf Mängel an den Nähten, Verschlüssen und allen anderen Verbünden kontrolliert.

Als Modellanforderungen werden die der Schweißerschutzkleidung (EN ISO 11611) verwendet. Als zusätzliche Anforderung gilt, dass an der Innenseite kein Hautkontakt mit Metallen oder schmelzbaren Teilen möglich ist.